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Informationen über die Erweiterung der Einsatzbereiche für Freiwillige (BFD und FSJ!) (Stand: 03.04.2020)

Mit dem Schreiben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vom 19.03.2020 wurden die Einsatzstellen und Träger des Freiwilligendienstes über eine getroffene Ausnahmeregelung zur Möglichkeit der Erweiterung des Einsatzbereiches im BFD über den in der Einsatzstelle vereinbarten Dienst hinaus informiert. Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hat in einem Schreiben vom 01.04.2020 eine analoge Vorgehensweise für das FSJ erklärt.

(Quelle: pixabay.com)

Wir von der Arbeitsstelle Freiwilligendienste haben uns überlegt, wie wir in der aktuellen sehr besonderen Situation diese Idee gemeinsam mit unseren Freiwilligen und Einsatzstellen umsetzen können. Beim erweiterten Einsatz geht es grundsätzlich darum, dass Freiwillige, die in ihrer aktuellen Einsatzstelle vom Dienst befreit sind, in einer anderen Einrichtung kleinere Hilfstätigkeiten übernehmen bis sie ihre ursprüngliche Tätigkeit wieder aufnehmen können.

Der organisatorische Ablauf dazu sieht so aus:

1. Freiwillige, die aktuell von ihrem Dienst freistellt sind und Interesse an einer nützlichen Beschäftigung haben, oder Einsatzstellen, die einen erhöhten Personalbedarf haben (= empfangende Einsatzstellen), bekunden telefonisch oder per Email ihr Interesse an einem erweiterten Einsatz bei der Arbeitsstelle Freiwilligendienste. Die empfangende Einsatzstelle stellt bei ihrer Interessensbekundung sicher, dass es sich bei den Tätigkeiten für die Freiwilligen im Rahmen des erweiterten Einsatzes um arbeitsmarktneutrale Hilfstätigkeiten handelt.

2. Wir schauen dann, ob es ein geeignetes Matching gibt.

3. Wenn es ein Matching gibt, melden wir uns telefonisch bei dem*der Freiwilligen und der empfangenden Einsatzstelle und informieren über die weiteren Schritte.

4. Die Freiwilligen nehmen anschließend selbstständig Kontakt zur empfangenden Einsatzstelle auf. Telefonisch kann alles Weitere rund um den Einsatz (genaue Tätigkeiten, Arbeitszeiten usw.) abgesprochen werden. Außerdem klären die Freiwilligen mit ihrer eigentlichen Einsatzstelle (= entsendende Einsatzstelle) den möglichen Einsatz in der empfangenden Einsatzstelle ab.

5. Die empfangende Einsatzstelle und die entsendende Einsatzstelle klären die Rahmenbedingungen (insbesondere Versicherungsschutz der*s Freiwilligen, Fürsorge-/Aufsichtspflichten [gerade bei minderjährigen Freiwilligen], gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsmarktneutralität, finanzielle Ausgleichszahlungen wg. Taschengeld, …). Diese Absprachen erfolgen ausschließlich über die Einsatzstellen; in diese Absprachen müssen wir als Arbeitsstelle Freiwilligendienste nicht einbezogen werden.

6. Die entsendende Einsatzstelle erstellt die Vereinbarung über die Erweiterung des Einsatzbereiches und holt sich schriftlich die Einverständnis der*s Freiwilligen (und bei Minderjährigen zusätzlich die Einverständnis einer*s Erziehungsberechtigten).

Im BFD unterschreiben die Freiwilligen zusätzlich die Vereinbarung und erklären damit ihr Einverständnis.

7. Die entsendende Einsatzstelle schickt die Vereinbarung über die Erweiterung des Einsatzbereiches als Scan per Email an die Arbeitsstelle Freiwilligendienste an die Adresse und im Falle eines BFDs zusätzlich per Email an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) an die Adresse . Wichtig ist, dass die unterschriebene Vereinbarung unbedingt vor Beginn des erweiterten Einsatzes in der Arbeitsstelle Freiwilligendienste und bei Bundesfreiwilligen zusätzlich dem BAFzA vorliegt. Die schriftliche Vereinbarung verbleibt im Original in der Personalakte der*s Freiwilligen in der entsendenden Einsatzstelle.

8. Der erweiterte Einsatz endet spätestens, sobald der*die Freiwillige wieder den Dienst in der entsendenden Einsatzstelle aufnehmen kann oder ggf. früher, wenn der*die Freiwillige seine*ihre Einverständnis zurücknimmt.

9. Nach dem Ende des erweiterten Einsatzes erstellt die empfangende Einsatzstelle eine Endbescheinigung über die Dauer und Art des Einsatzes des*r Freiwilligen und schickt diese im Original an die entsendende Einsatzstelle und als Scan per Email an die Arbeitsstelle Freiwilligendienste. Das Original verbleibt dann wieder in der Personalakte der*s Freiwilligen in der entsendenden Einsatzstelle.

In manchen Fällen werden auch Freiwillige direkt innerhalb ihrer Einrichtung in einem anderen Tätigkeitsfeld weiterhin beschäftigt. Dann bitten wir ebenfalls um eine Mitteilung über diesen erweiterten Einsatz mithilfe der oben zur Verfügung stehenden Vereinbarungen. In diesem Fall entfallen jedoch die Schritte 1-5. Die Rahmenbedingungen rund um Versicherungsschutz, Anleitung usw. müssen natürlich trotzdem intern geklärt werden.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen und euch gerne telefonisch oder per Email unter zur Verfügung.

Wir freuen uns über reges Interesse an dieser Möglichkeit!

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