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Freiwilligendienste im Bistum Osnabrück

 

Erfahrungsberichte

Dörte (BFD 27+)

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„Auf Borkum ist alles anders“ – diesen Spruch hat Dörte Tiling auf Borkum öfter gehört und auch an mancher Hauswand auf der Insel gelesen. Der Spruch bezieht sich auf das Leben auf der Insel, das einen so ganz anderen Rhythmus als das Leben auf dem Festland hat und auch auf die Menschen, die auf Borkum mit ihrer trockenen und humorvollen Art den Gezeiten und Stürmen des Wetters und auch des Lebens trotzen.



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Dieser Spruch von einem so anderen Leben als dem auf dem Festland ist auch eine gute Zusammenfassung des sechsmonatigen Bundesfreiwilligendienstes von Frau Tiling in der Mutter- und Kind Klinik Helena am Meer auf Borkum. Der BFD war ein Zwischenstopp zwischen Leverkusen, wo Frau Tiling viele Jahre in zwei Teilzeitjobs (als Geschäftsführerin eines Sportsvereins und als Ausbilderin bei einem Bildungsträger) gearbeitet hat und Nürnberg, wohin sie mit ihrem Mann, nachdem nun auch der Jüngste von drei Söhnen ausgezogen war, umziehen will.

Mit dem Aufenthalt auf Borkum erfüllte sich Frau Tiling den langgehegten Traum vom Leben und Arbeiten am Meer.
Auf Borkum war für Frau Tiling alles anders:

  • ein Ganztagsjob statt zwei Teilzeitjobs,
  • Wohnen in einer Dreier-WG mit wechselnden Mitarbeiterinnen der Klinik statt Leben mit der Familie,
  • Insel statt Großstadt,
  • Reines Hochseeklima statt Autoabgase,
  • Fortbewegung mit dem Fahrrad statt mit dem Auto,
  • Arbeit im 3 Wochen-Kur-Rhythmus statt Arbeiten in langjährigen Projekten und
  • alle drei Wochen ca. 50 neue Mütter und ihre Kinder Kennenlernen

Neben der selbständiger Durchführung der Yogakurse für Mütter und Kinder und der Leitung des Bücher- und Spielverleihs unterstützte Frau Tiling in vielen weiteren Bereichen: Sie half am Empfang aus, unterstützte den medizinischen Dienst bei der Organisation der Eingangs- und Abschlussuntersuchungen, arbeitete im pädagogischen Dienst bei der Betreuung der Kinder in verschiedenen Altersgruppen mit, überwachte die Bearbeitung der Hausaufgaben und unterstützte bei Verwaltungstätigkeiten.

Trotz des Vollzeitjobs blieb genug Zeit, die Insel zu genießen. „Angereist bin ich Anfang Mai - gefühlt noch im Winter im kompletten Corona-Lockdown und habe die Ruhe auf der Insel und die erwachende Natur genossen. Durch die gelockerten Coronabeschränkungen kamen im Laufe des Frühlings immer mehr Touristen auf die Insel und im Juli und August war die Insel dann ausgebucht. So konnte ich an vielen Veranstaltungen und an Sportaktionen am Strand teilzunehmen. Zusätzliche Abwechslung und Austausch brachten die verpflichtenden Seminare des BFD, die teils virtuell durchgeführt worden – auch etwas, was ich auf Borkum zum ersten Mal gemacht habe“.

Bild: privatBild: privat Rundum zufrieden blickt Frau Tiling auf die Zeit auf Borkum zurück. „Es war spannend, in einem Unternehmen in verschiedenen Abteilungen zu arbeiten und so Einblicke und Ansichten aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu bekommen. Trotz meines fortgeschrittenen Alters erfährt man nochmal ganz viel über andere Menschen, aber auch über sich selbst und verbessert viele Fähigkeiten oder entdeckt ganz Neue. Bei den Begegnungen mit den Müttern habe ich viele unterschiedliche Lebensentwürfe und persönliche Lebensgeschichten und kennengelernt. Durch die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Abteilungen konnte ich mich weiterentwickeln.

"Der BFD ist in jeder Alters- und Lebenslage eine Bereicherung – das kann ich allen, die sich überlegen einen BFD zu machen, mitgeben."

Weitere Informationen zum BFD 27+ gibt es hier.

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