Alltagshelden gesucht!

Freiwilligendienste im Bistum Osnabrück

 

Erfahrungsberichte

Philipp (FSJ 24)

Bild: privat Der Unterschied zu einem „normalen“ Freiwilligendienst ist, dass man nicht 12 sondern 24 Monate im Freiwilligendienst ist. Ebenfalls hatte ich während dieser Zeit mehrmals ein Gespräch mit jemandem vom Bistum. Diese Gespräche haben mir sehr weitergeholfen mich zu orientieren und zu verbessern. Wie im FWD gibt es hierbei auch alle paar Monate Seminare. Im ersten Jahr hat man vier Seminare mit anderen FSJler*innen BFDler*innen und eins mit allen, die ein FSJ 24 machen. Im zweiten Jahr sind es drei Seminare, wovon auch eins wieder mit allen 24er*innen ist. Bei diesen Seminaren kommen außerdem noch Kurzzeitfreiwillige dazu. Das fand ich sehr schön, weil dadurch jedes mal neue Leute dabei waren und man sich mit allen gut unterhalten konnte.

Bei meinem FSJ 24 wollte ich zwei Jahre im Kindergarten arbeiten. Ich hatte vorher eine Ausbildung zum Sozialassistenten gemacht und wollte gerne noch mehr Erfahrungen im Umgang mit Kindern sammeln. Da ich schon zwei Praktika während meiner Ausbildung gemacht hatte, war der Bereich Kindergarten für mich nicht ganz neu. Jedoch hat jeder Kindergarten ein anderes Konzept und auch jedes Kind seine eigenen Bedürfnisse. Anfangs habe ich viel mit den Kindern gespielt und auch gerne und viel aus Büchern vorgelesen. Mein absolutes Highlight war aber das Spielen draußen, weil ich mich auch sehr für die Natur und die Tiere interessiere. Es hat mir besonders Spaß gemacht mit den Kindern verschiedene kleine Insekten zu entdecken. Einmal haben wir sogar einen Hirschkäfer gefunden.

Ich merke aber auch, dass das Anleiten der Kinder eine große Herausforderung für mich darstellte und ich auch in Konfliktsituationen oft hilflos dastand. Deshalb habe ich mich gemeinsam mit meiner Begleiterin beim Bistum in den letzten Monaten des ersten Jahres nach einer anderen Stelle für das 2. Jahr umgesehen. Die fanden wir dann auch in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

Nach einer Woche Praktikum habe ich dann ab August das 2. Jahr in der Tischlerei der Werkstatt gearbeitet. Dort arbeiten 24 Menschen mit Behinderung. Dieses Handicap war bei vielen nicht sehr stark. Das war auch gut, weil in einer Tischlerei viel mit Maschinen gearbeitet wird. In der Tischlerei wurden in erster Linie Lattenroste für ein großes Möbelhaus zusammen gebaut. Meine Hauptaufgabe war jedoch, dass ich auf einen Beschäftigten besonders ein Auge haben sollte. Er war in der Vergangenheit schon ein paar Mal abgehauen und hatte auch einmal die Herrentoilette in Brand gesteckt. Es war auch oft ein Problem ihn zum Arbeiten zu motivieren, aber nach einiger Zeit habe ich Methoden gefunden. Ebenfalls habe ich die beiden Gruppenleiter unterstützen, weil diese viel dokumentieren mussten. Mein Highlight war das Maifest. Es war schön die Beschäftigten mal von einer anderen Seite zu sehen. Dort waren einige wie ausgewechselt und sie hatten sehr viel Spaß beim Tanzen. Ich selber habe auch ein bisschen mitgetanzt.

Insgesamt hatte ich zwei schöne und komplett verschiedene Jahre. Ich möchte keins von beiden missen, weil ich in beiden viele unterschiedliche Erfahrungen gemacht habe und auch an schweren Aufgaben gewachsen bin. Mir hat das FSJ 24 auch sehr geholfen, weil ich genug Zeit hatte mich auszuprobieren und für meinen weiteren Berufsweg zu orientieren.

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