Alltagshelden gesucht!

Freiwilligendienste im Bistum Osnabrück

 

Erfahrungsberichte

Melanie (BFD)

(Bild: privat)Das bin ich, zusammen mit meiner Freundin Anne, die auch einen Bundesfreiwilligendienst beim Bistum gemacht hat (Bild: privat) Mein Name ist Melanie, ich bin 20 Jahre alt und wohne im Osnabrücker Landkreis, genauer gesagt in Wallenhorst. Von einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder Bundesfreiwilligendienst hatte ich bei meinem Schulabschluss im Sommer 2012 schon viel durch Freunde und Bekannte gehört, aber was das genau bedeutete, wusste ich damals noch nicht genau. Dennoch bewarb ich mich nach meinem Abitur beim Bistum Osnabrück, um für ein Jahr im Sozialen Bereich zu arbeiten.
Ich hatte keine Idee, was für einen Beruf ich später ergreifen wollte, sondern eigentlich nur nach der ganzen Theorie endlich mal ein Jahr praktisch arbeiten und anderen Menschen damit helfen. Eine genauere Vorstellung von meiner zukünftigen Arbeit hatte ich eigentlich nicht. Als das Bistum mir dann nach einem Vorstellungsgespräch den Pflegebereich des Marienhospitals Osnabrück als Arbeitsstelle vorschlug, war ich erst skeptisch, ob ich mir die Arbeit dort zutraute. Nach kurzem Überlegen sagte ich dann aber doch zu – zu meinem Glück, kann ich heute sagen!

Mein Jahr auf der Gynäkologischen Station begann zuerst etwas zögerlich. Ohne jegliche medizinischen Vorkenntnisse saß ich plötzlich in einer Dienstübergabe und was dort erzählt wurde, hörte sich für mich erstmal an wie Chinesisch. Aber Dank meiner Kolleginnen, die mich super aufgenommen haben und mir jede noch so dumme Frage beantworteten, lichtete sich der Nebel bald. Nach kurzer Zeit war ich gut in den Stationsalltag integriert und es bereitete mir immer mehr Spaß, dort zu arbeiten.
Zu meinen Aufgaben gehörte, bei allen alltäglichen Arbeiten auf der Station zu helfen. Das waren beispielsweise Essen oder Wasser austeilen, Patienten mit einer Schwester zusammen versorgen, natürlich auch mal Aufräumen oder Putzen, Patienten zum OP oder zu Untersuchungen bringen, einfach mal zuhören – kurzum "Mädchen für alles, was so anfällt" zu sein.
Mit den Monaten bin ich immer selbstständiger und auch selbstbewusster im Umgang mit Patienten und fremden Menschen geworden, da dies zur alltäglichen Arbeit gehörte und man sich jeden Tag auf neue Menschen und deren Bedürfnisse einstellen musste. Medizinische Ausdrücke und Abkürzungen schlichen sich wie von selbst in mein Vokabular und der ganze Komplex Krankenhaus, der zuvor eher abschreckend gewirkt hatte, wurde zur Normalität.
Die Arbeit mit kranken Menschen, zu der in meinem Fall zum Großteil Schwangere gehörten, gestaltete sich meistens freudig. Natürlich wird man aber auch mit traurigen Schicksalen konfrontiert, die man erstmal verarbeiten muss. Dabei sind auch die fünf Seminare während des BFD’s sehr hilfreich gewesen. Dort konnte man die Zeit in der Einsatzstelle mit etwas Abstand reflektieren und so lernen, auch mit schwierigen Situationen umzugehen. Außerdem habe ich bei unseren Seminaren ganz viele tolle Menschen kennengelernt, die das Jahr sehr bereichert haben. Der Austausch mit Gleichgesinnten und die Betreuung durch Teamer waren sehr hilfreich, auch für die persönliche Entwicklung.

Zum Ende dieses Jahres kann ich nur sagen, dass ich jedem empfehle, ein FSJ oder BFD zu machen, da die Erfahrungen während des Jahres, sowohl in der Einsatzstelle als auch in den Seminaren, nur eine Bereicherung für das weitere Leben sein können.

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Wer ein FSJ oder BFD beim Bistum Osnabrück gemacht hat, kann sich für ein Studien- oder Ausbildungs-Stipendium bewerben. Weitere Informationen dazu gibt es hier!

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