Alltagshelden gesucht!

Freiwilligendienste im Bistum Osnabrück

 

Erfahrungsberichte

Maike (Au Pair)

Ich war sogar in Stonehenge! (Bild: privat)Ich war sogar in Stonehenge! (Bild: privat) Als ich nach London gegangen bin, war ich mit 22 schon ein wenig älter als andere Au Pairs. Ich hatte gerade meine Bachelorarbeit abgegeben und brauchte eine Pause. Außerdem war ein weiterer Beweggrund, dass ich meine Englischkenntnisse auffrischen wollte, da ich später in der Wirtschaft arbeiten möchte. Hinzu kommt, dass ich meine Jugendarbeit vermisst habe. Ich war langjährige Gruppenleiterin einer Mädchen-Messdienergruppe.

Am ersten Tag angekommen, habe ich gleich meine dortige beste Freundin kennengelernt. Wir haben uns zusammen mit einem anderen Mädchen ein Zimmer im Hostel vom German YMCA geteilt. Es passte gut, denn wir waren alle am gleichen Tag angekommen und befanden uns alle in der gleichen Situation. Am nächsten Tag wurden uns Vorschläge für Familien gemacht. Da hatte ich ziemliches Glück: englische Familie mit zwei Mädchen (10 und 12 Jahre), im Norden Londons, £80 die Woche und sie wollten meine "Oyster Card" (Londons Bus- und Tubeticket) bezahlen. Beim Besuch vor Ort hat alles gepasst und ich durfte am nächsten Tag einziehen. Allerdings hätte ich auch problemlos im Hostel bleiben können und wir hätten weiter nach einer anderen Familie geschaut. Im Vergleich zu anderen Aupairs war ich gehaltstechnisch besser gestellt, aber das sollte nicht ausschlaggebend für die Wahl der Familie sein. Man muss sich dort wohlfühlen.

Meine Aufgaben

Da die Mädels der Familie schon relativ alt waren, musste ich nicht wirklich viel für sie und mit ihnen machen. Meine Aufgaben bestanden aus Zimmer aufräumen, die jüngste zur Grundschule bringen, nachmittags aufpassen, Playdates organisieren, zweimal die Woche abends Babysitten, Bettwäsche und Handtücher waschen sowie kochen. Das war alles in Ordnung (und im Vergleich zu anderen eher wenig). Außerdem wollte meine Gastmutter extra ein älteres Au Pair aufgrund von mehr Lebenserfahrung und Selbstständigkeit. Es war ihr wichtig, gerade da ich ja nicht so viel zu tun hatte, dass ich mich auch selbst beschäftigen kann. Man muss für sich selbst abwägen, was man will. Jüngere Kinder bedeuten mehr Arbeit, sind dafür aber sehr viel herzlicher. Bei älteren Kindern habe (nicht nur) ich die Erfahrung gemacht, dass sie Abstand bewahren. Ich denke es liegt daran, dass sie schon viele Au Pairs haben kommen und gehen sehen und deswegen keine große Bindung mehr aufbauen wollen, um den Abschiedsschmerz zu mindern.

Freizeit

Auch wenn du ein Ass in Englisch bist, empfehle ich dir trotzdem, eine Sprachschule zu besuchen. Dank des Kindergeldes ist es finanzierbar, man kommt regelmäßig aus der Familie raus und man trifft andere Menschen aus aller Welt, nicht nur Au Pairs. Außerdem bekommt man da noch ein wenig Nachhilfe in britischer Kultur. Hinzu kommt, dass dort die Fehler ausgemerzt werden. Die Familien verbessern einen meist nicht, da sie Angst haben, dass man aus Furcht wieder Fehler zu machen, bald gar nichts mehr sagt. An der Sprachschule habe ich viele nette Leute kennengelernt mit denen ich teilweise immer noch in Kontakt stehe. Außerdem hat sich mein Englisch eindeutig verbessert. Zuerst habe ich einen CAE-Kurs besucht, aber ab Weihnachten bin ich dann in den CPE-Kurs aufgestiegen. Hinzukommt, dass ich meinen IELTS-Test erfolgreich bestanden habe, den ich für die Aufnahme an meiner jetzigen niederländischen Uni brauchte, um meinen Master auf Englisch machen zu können.

Wenn es zeitlich hingehauen hat, war ich donnerstags gerne bei den "Tea Mornings" des German YMCA. Es war schön, wieder die Muttersprache zu hören und sich mit anderen auszutauschen, um zu merken, dass nicht nur die eigene Gastfamilie ein wenig seltsam ist. Sehr gerne habe ich auch bei den Programmen vom YMCA teilgenommen. Dadurch habe ich vergünstigt etliche Musicals gesehen, das Houses of Parliament von innen, Stonehenge, eine Ballettaufführung, das BBC-Studio von innen und Stadtführungen gab es auch! London ist immer noch meine Traumstadt. Sie ist zwar teuer, aber mit der Zeit findet man Wege, sich günstig zu amüsieren. Am Wochenende musste ich teilweise arbeiten, sprich babysitten. Ansonsten habe ich die Wochenenden tagsüber sehr intensiv genutzt, die Stadt kennenzulernen. Was ich gesehen habe, war sehr gut! Dieses Jahr möchte ich nicht missen: Ich habe verdammt viel gesehen und erlebt!

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Wer ein FSJ oder BFD beim Bistum Osnabrück gemacht hat, kann sich für ein Studien- oder Ausbildungs-Stipendium bewerben. Weitere Informationen dazu gibt es hier!

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